Sonnenenergie

Solarthermie /Solaranlage


Diese moderne Technik, die die Gratis-Wärme der Sonne zur Beheizung von Brauchwasser ausnutzt, steht heute in vielen High-Tech- Varianten einsatzfertig zur Verfügung. Die großen und leistungsfähigen Hersteller von Dacheindeckungen bieten eigene Systeme an, die sich optisch und technisch einwandfrei in die neuen Dachflächen einbinden lassen.

 

Grundsätzlich gilt: je höher die gewünschte Nutztemperatur und die Energieausbeute einer solchen solaren Wärmegewinnung sein soll, desto teurer wird die gesamte Anlage.

 

Wer zum Beispiel das Wasser eines Schwimmbades mit Sonnenwärme beheizen will, braucht ein Temperaturniveau von 25 bis 30 Grad. Dafür reichen einfache Kollektoren aus schwarzen Kunststoffröhren oder Platten aus, ohne Glasabdeckung, ohne Wärme-dämmung.

 

Soll aber die Sonnenenergie für die Brauchwasserbereitung genutzt werden, ist höheres Temperaturniveau gefragt. Aufwendige Kollektoren mit selektiver Beschichtung, guter Dämmung und Verglasung kosten natürlich mehr als die Low-Tech-Kollektoren für Schwimmbäder.

 

Und für höchste Energieausbeute nimmt man heute die "Heat-Pipe"-Kollektoren, Glasröhren-Wärmesammler, die zur Vermeidung von Wärmeverlusten luftleer gemacht werden.

 

 

Warmes Wasser fast zum Null-Tarif

 

Eine moderne und leistungsfähige Solarthermie-Anlage für einen Haushalt mit 3 bis 4 Personen ist heute beim Neubau für 4.000 bis 6.000 Euro Aufpreis zu haben.

 

Damit solche Anlagen vom Frühling bis zum Herbst die Warmwasser-Bereitung fast zum Nulltarif (nur Stromverbrauch für Umwälzpumpen) übernehmen können, ist ein ausreichend großer Pufferspeicher erforderlich, in dem die unregelmäßige Energieernte vom Dach zwischengespeichert werden kann.

 

Bei Häusern mit extrem geringem Heizenergiebedarf, mit bester Wärmedämmung und mit optimaler Ausrichtung zur Sonne, kann eine große Sonnenkollektorenfläche auf dem Dach unter günstigen Umständen sogar in den Übergangszeiten Frühling und Herbst zur Gebäudeheizung beitragen.

 

Die Investition in eine solare Brauchwasserheizung ist heute in den meisten Fällen schon rentabel. Wer beim Bau des eigenen Hauses noch darauf verzichtet, sollte seinen Neubau mindestens auf diese Solartechnik vorbereiten.

 

Also: eine Dacheindeckung auswählen, die es möglich macht, die Solartechnik auch später problemlos zu integrieren. Und dazu einen Installationsschacht vom Heizungskeller bis zum Dach einplanen, in dem man später die Versorgungsleitungen der Solaranlage ohne zusätzlichen Bauaufwand verlegen kann.

 

Wer noch mehr will, sollte seine konventionelle Heizanlage gleich mit einem Pufferspeicher mit zusätzlichem Wärmetauscher ausrüsten lassen. Dann kann jederzeit in diese günstige Solartechnik investiert werden.